Tierproduktion > Rinderzucht, Milchwirtschaft und Jungrinderaufzucht

Milchviehhaltung - Stand 2017

 

Zur Zeit haben wir 930 Milchkühe mit der dazugehörigen Nachzucht und einer Marktleistung von 10020 kg abgelieferter Originalmilch pro Tier und Jahr (Fett 4.01% und Eiweiß 3.47 %). Es handelt sich um Holsteinrinder des schwarz – oder rotbunten Farbschlages.

Seit 10.07.2017 werden alle Kühe auf dem neu errichteten vollautomatischen Melkkarussell im neu gebauten Kuhstall in Erlau dreimal täglich gemolken. Geliefert wird die gesamte Milch in die Freiberger Molkerei Champignon. An ungefähr 240 Tagen im Jahr produzieren wir nach koscheren Richtlinien. Außerdem füttern wir alle unsere Kühe ohne gentechnisch veränderte Futtermittel.

Die Kuh mit der bisher höchsten Lebensleistung hatte 9mal gekalbt und eine Milchmenge von über 177.000 kg produziert. Sie erreichte das hohe Alter von 17Jahren. Insgesamt erreichten im Zeitraum von 2006 bis jetzt 26 Kühe unseres Bestandes eine Lebensleistung von mindestens 100.000kg Milch, 3 davon leben im Bestand und erhöhen ihre Lebensleistung beständig.

Der Neubau des Kuhstalles in Erlau begann im April 2016 (s. EIP-Agri und RL 2014, Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum des Freistaates Sachsen auf dieser website). Es wurde ein dreireihiger Boxenlaufstall errichtet. Die Liegeboxen werden mit einem Gemisch aus Kalk und Stroh eingestreut. Die Laufflächen in den Gruppen sind mit speziellen Gummimatten ausgerüstet, dadurch wird der Boden trittsicher und das Laufen ist gelenkschonend, das erhöht das Wohlbefinden der Kühe. Die Seitenwände des Stalles sind offen und können witterungsabhängig mit Jalousien verschlossen werden. Der Stall verfügt über LED-Beleuchtung, automatische Lüftung und eine automatische Schieberentmistung. Insgesamt bietet er Platz für 816 melkende Kühe. Zur Stallanlage gehört ein Melkhaus in welchem das vollautomatische Karussell mit 36 Tierplätzen, ein geräumiger Vorwartehof und ein Wellnessbereich für die Kühe untergebracht worden sind. Nicht zuletzt befinden sich hier Sozial – und Schulungsräume.

Die alte Milchviehanlage Erlau wird derzeit saniert und an die aktuellen Rahmenbedingungen angepasst. Hier sind die Trockensteher und hochtragenden Färsen, sowie die Jungrinder bis zu einem Alter von 14 Monaten zu hause. Künftig wird hier die gesamte Nachzucht untergebracht.

In der alten Milchviehanlage Hauptgut Königshain sind derzeit 320 Färsen im Alter zwischen 14 und 22 Monaten untergebracht. Diese Anlage wurde zu großen Teilen 1997 neu errichtet, und nach dem Auszug der Milchkühe durch verschiedene Veränderungen 2017 an die Bedürfnisse der Jungrinder angepasst. Die Jungrinder erhalten hier in den Sommermonaten Weidegang.

In beiden Anlagen erhalten die Tiere eine täglich frische Futterration, bestehend aus einer Mischung von Grassilage und Maissilage, ergänzt durch verschiedene Kraftfuttermittel, die vorwiegend aus unserem eigenen Getreide hergestellt sind. Alle zugekauften Futtermittel sind gvo-frei zertifiziert.

Jungrinderaufzucht

Die Kühe kalben in der Altanlage in Erlau ab. Die neugeborenen Kälber bleiben einen Tag in der Abkalbebox und erhalten eine Erstversorgung mit Muttermilch. Danach werden sie dann ca. 14 Tage im Iglu aufgestallt. Die Bullenkälber werden alle ab einem Alter von 14 Tagen verkauft. Alle weiblichen Tiere werden aufgezogen, sie sind für die eigene Reproduktion der Herden und für den Verkauf als Zuchttier bestimmt.

Nach der Zeit im Iglu erfolgt eine Gruppenhaltung der Kälber in dem 2006 umgebauten Kälberstall in Erlau auf Tiefstreu. Sie werden per Tränkautomat (Milchpulver) bzw. Kraftfutterautomat computergesteuert gefüttert werden. Die Tränkdauer hängt von der Gewichtsentwicklung ab, die Datenerfassung dafür erfolgt ebenfalls automatisch. Nach Absetzen der Milch erhalten alle Jungrinder eine Futterration aus Mais – und Grassilage, die durch eine hofeigene Getreidemischung ergänzt wird. Im Alter von 14 Monaten ziehen die Jungrinder nach Königshain um, wo sie ab einem Alter von 16 Monaten und einem Mindestgewicht von 450 kg besamt werden.

In den Sommermonaten erhalten die Jungrinder und Färsen auch Weidegang, und pflegen dabei gleichzeitig unser Grünland. Haben die Jungrinder den 7. Trächtigkeitsmonat erreicht, erfolgt die Integration in die Milchviehherde.
Wir bewirtschaften die Weideflächen im Rahmen des sächsischen Agrarumwelt- und Naturschutzprogramms (AUNaP) und setzen mit GL 4 ein naturschutzgerechtes Beweiden der Grünlandflächen um. Durch die geringe Herdengrößen werden Trittschäden weitestgehend vermieden. Auf den Weideflächen werden keine Pflanzenschutzmittel oder Stickstoffgaben verabreicht.

Verantwortung

Umweltbewusstsein, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung -
wir haben als Landwirtschaftsbetrieb eine Verantwortung.

Gegenüber der Erde, auf der wir leben.
Gegenüber den Menschen, die unsere Produkte verzehren.
Gegenüber den nachfolgenden Generationen.

Wir stellen uns dieser Verantwortung.

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Kontakt

Agraset Naundorf e.G. Naundorf bei Rochlitz

Am Lagerhaus 1
09306 Erlau

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